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Medienmitteilung vom 7.11.2018

Fachmaturität: innerhalb von 10 Jahren erfolgreich etabliert

Bern, 7.11.2018. Die Fachmittelschulen und die Fachmaturität haben sich im schweizerischen Bildungssystem erfolgreich positioniert. Heute wechseln rund 5% der Jugendlichen nach der obligatorischen Schule an eine Fachmittelschule und seit 2010 hat sich die Zahl der Fachmaturitäten von 1461 auf 3009 verdoppelt. Mit der Revision des Anerkennungsreglementes und des Rahmenlehrplans durch die EDK ist nun ein weiterer Konsolidierungsschritt erfolgt.

2003 hat die EDK die rechtlichen Grundlagen für die Einführung von Fachmittelschulen erlassen. Diese lösten ab dem Schuljahr 2004/2005 sukzessive die damaligen Diplommittelschulen ab. Damit einher ging die Schaffung der Fachmaturität. Die Fachmittelschulen haben sich in knapp zehn Jahren als Ausbildungsgang auf der Sekundarstufe II positioniert und als wichtiger Zubringer zu tertiären Bildungsgängen (Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen, Höhere Fachschulen) insbesondere in den Bereichen Pädagogik, Gesundheit und soziale Arbeit etabliert.

Eine wichtige Etappe war die Verankerung der Fachmittelschulen als Zubringer zu Pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen im Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetz (HFKG) des Bundes von 2011. Seit 2017 können die Inhaberinnen und Inhaber einer Fachmaturität zudem, ebenso wie die Absolventinnen und Absolventen einer Berufsmaturität, über das erfolgreiche Absolvieren einer Ergänzungsprüfung an die Universität gelangen (so genannte "Passerellen-Prüfung").

Die EDK hat die Grundlagen für die gesamtschweizerische Anerkennung der Fachmittelschulabschlüsse (Anerkennungsreglement und Rahmenlehrplan) einer Revision unterzogen. Damit wurde in erster Linie gewissen Entwicklungen und Erfahrungen der vergangenen Jahre Rechnung getragen. Im Reglement wurde beispielsweise das Berufsfeld Gesundheit/Naturwissenschaften (als Variante des Berufsfeldes Gesundheit) eingeführt oder es wurde neu festgelegt, dass mindestens 50% der Unterrichtszeit für die Allgemeinbildung und mindestens 20% für die berufsfeldbezogene Ausbildung eingesetzt werden muss. Der Rahmenlehrplan ist neu kompetenzorientiert ausgerichtet und schreibt sich damit in eine neue Generation von Lehrplänen ein. 

An ihrer Jahresversammlung vom 25. und 26. Oktober 2018 hat die EDK das totalrevidierte Anerkennungsreglement Fachmittelschulen und den aktualisierten Rahmenlehrplan für Fachmittelschulen verabschiedet. Beide Texte werden am 1. August 2019 in Kraft treten.

Hintergrund

Die FMS sind allgemeinbildende Schulen auf der Sekundarstufe II. Sie vermitteln eine vertiefte Allgemeinbildung und eine berufsfeldbezogene Vorbereitung insbesondere in den Bereichen Pädagogik, Gesundheit oder Soziale Arbeit. Heute führen 22 Kantone die Fachmittelschule als festen Bestandteil ihres Bildungsangebotes. Rund 5% der Jugendlichen entscheiden sich nach der obligatorischen Schule für eine FMS. Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler erwirbt nach dem Fachmittelschulausweis auch das Fachmaturitätszeugnis.

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