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Medienmitteilung vom 27.6.2018

EDK verabschiedet nationale Digitalisierungsstrategie für das Bildungswesen

Bern, 27.6.2018. Die Digitalisierung gehört zu den aktuellen Herausforderungen für das Bildungswesen Schweiz. Die Kantone arbeiten intensiv an diesen Fragen. Sie haben sich auf die Ziele einer nationalen Digitalisierungsstrategie für das Bildungswesen verständigt.

Die Kantone beschäftigten sich seit langem und intensiv mit dem stetig fortschreitenden Wandel durch Digitalisierung im Bildungswesen, sei das im Bereich der digitalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, der technischen Ausstattung und Infrastruktur, der Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen, der Förderung digitaler Lehrmittel und Lernumgebungen oder der pädagogisch-didaktischen Nutzung der neuen Technologien.

Die kantonalen Erziehungsdirektorinnen und Erziehungsdirektoren wollen den Wandel durch Digitalisierung auch weiterhin aktiv mitgestalten, daraus einen optimalen Nutzen für die Bildungsprozesse und die Bildungsorganisation ziehen und zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes beitragen. Sie haben sich anlässlich der EDK-Plenarversammlung vom 21. Juni 2018 auf die Zielsetzungen für eine nationale Digitalisierungsstrategie verständigt und die "Strategie der EDK für den Umgang mit Wandel durch Digitalisierung im Bildungswesen" verabschiedet. Übergeordnetes Ziel ist es, alle Schülerinnen und Schüler und alle Lernenden auf ihrem Weg zu eigenständigen und verantwortungsbewussten Menschen in einer durch Digitalisierung sich stetig verändernden Welt bestmöglich zu unterstützen.

Die Digitalisierungsstrategie folgt auf die ICT-Strategie der EDK aus dem Jahr 2007. Zuvor hatte die EDK im Jahr 2000 eine erste Erklärung zu den Informations- und Kommunikationstechnologien verabschiedet, 2004 folgten Empfehlungen zur Aus- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer.

Die neue Strategie schreibt sich in den laufenden Prozess der digitalen Transformation ein. Die Zielsetzungen betreffen sieben Bereiche: (1) die Datennutzung im Bildungswesen d.h. der Umgang mit den durch Digitalisierung generierten Daten und Datensicherheit, (2) die für die Schulen und Schulleitungen notwendigen Kompetenzen und Ressourcen (Ausstattung, Infrastruktur, digitale Identität), (3) die von den Schülerinnen und Schülern und den Lernenden zu erreichenden Kompetenzen im Umgang mit Digitalisierung, (4) die kontinuierliche Stärkung der Lehrerinnen und Lehrer in Fragen der Digitalisierung durch Aus- und Weiterbildung, (5) die Nutzbarmachung der Potenziale der Digitalisierung durch Forschung und Innovation, (6) die Klärung der Rolle von neuen Akteuren und (7) die Nutzung neuer technologischer Möglichkeiten im Netzwerk der Bildungsbehörden.

Bis im Frühjahr 2019 wird die EDK in einem Massnahmenplan konkretisieren, welche Ebene (Kantone / EDK) mit welchen Massnahmen zur Zielerreichung beiträgt. Das können bereits laufende, zu verstärkende oder neue Massnahmen sein. Die EDK wird dabei diejenigen Aufgaben übernehmen, die eine gesamtschweizerische Koordination voraussetzen.

Eine der Massnahmen auf der interkantonalen Ebene wird FIDES (Föderation von Identitätsdiensten für den Bildungsraum Schweiz) sein. Bereits im März 2018 hat die EDK grünes Licht für den Aufbau dieses Projektes gegeben. Über FIDES soll ein einziger Zugang zu Online-Diensten für Schülerinnen und Schüler, Lernende, Lehrpersonen und Verwaltungspersonal der Bildungsinstitutionen ermöglicht werden. FIDES soll zudem ermöglichen, Online-Dienste auch privater Anbieter koordiniert zu beschaffen und zu nutzen, beispielsweise über die Aushandlung von Rahmenvereinbarungen. Die Projektleitung für den Aufbau von FIDES liegt bei der Fachagentur educa.ch. Diese national tätige Fachagentur wird von Bund und Kantonen getragen und unterstützt die Behörden mit Fachexpertise an der Schnittstelle von ICT und Bildungswesen. Ebenfalls bereits beschlossen hat die EDK zusammen mit dem Bund die Einführung eines Informatik-Obligatoriums am Gymnasium (Medienmitteilung). Der Bund unterstützt den Digitalisierungsprozess im Bildungsbereich seinerseits auf Basis des Aktionsplans Digitalisierung im BFI-Bereich in den Jahren 2019 und 2020, den der Bundesrat 2017 verabschiedet hat.

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