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Medienmitteilung vom 2.11.2017

Sprachenunterricht: Die EDK verabschiedet Empfehlungen

Bern, 2. November 2017. Die EDK erlässt Empfehlungen zum Unterricht der Landessprachen und des Englischen in der obligatorischen Schule. Sie will damit die Kantone bei ihren Arbeiten zum Erhalt eines guten Fremdsprachenunterrichts und zu dessen Weiterentwicklung unterstützen. Dabei setzt sie einen Schwerpunkt bei der Förderung von Austausch und Mobilität.

Die kantonalen Erziehungsdirektorinnen und Erziehungsdirektoren haben an ihrer Jahresversammlung vom 26. und 27. Oktober 2017 in Zürich Empfehlungen zum Fremdsprachenunterricht (Landessprachen und Englisch) in der obligatorischen Schule verabschiedet. An der gleichen Versammlung haben sie einer gemeinsam mit dem Bund definierten Strategie zum Ausbau von Austausch und Mobilität zugestimmt. Die Strategie ist Gegenstand einer eigenen Medienmitteilung (Link).

Der Fremdsprachenunterricht in der obligatorischen Schule ist heute in der Schweiz weitgehend koordiniert: in fast allen Kantonen werden eine zweite Landessprache und Englisch ab der Primarstufe unterrichtet. Die Kantone haben in den vergangenen Jahren viel in die Umsetzung des Sprachenkonzeptes investiert und setzen ihre Bemühungen fort, um das bereits Erreichte zu halten und den Sprachenunterricht weiterzuentwickeln. Die EDK unterstützt diese Arbeiten mit Empfehlungen, welche die konkrete Umsetzung des Sprachenkonzepts in den Schulen betreffen.

Die Empfehlungen sind unter Mitwirkung der Berufsverbände der Schulleitungen und der Lehrkräfte erarbeitet worden. Das sind der Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz (VSLCH) und die Conférence latine des chefs d'établissement de la scolarité obligatoire (CLACESO) sowie der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) und das Syndicat des enseignants romands (SER). Beteiligt waren auch Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker von Pädagogischen Hochschulen. Ein erster Entwurf war von Mai bis September 2015 in einer Anhörung und in der Folge noch einmal Gegenstand von Hearings.

Die Empfehlungen richten sich an die Kantone und die Institutionen der Lehrerinnen- und Lehrerbildung und umfassen vier Themenbereiche:

  • der Unterricht in den Klassen (z.B. Dotation, Unterrichtsformen, Möglichkeiten der Flexibilisierung)
  • die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen (z.B. Unterstützungsmassnahmen für Lehrpersonen, Anforderungen an die Sprachkenntnisse)
  • die Förderung von Austausch und Mobilität für Schülerinnen und Schüler und für Lehrpersonen (z.B. Lehrpersonen wechseln in Schulen der anderen Sprachregionen)
  • die Durchführung von Forschungsprojekten und Projekten zur Unterrichtsentwicklung

Ein Schwerpunkt wird bei Austausch und Mobilität gesetzt. Über die neue Austauschstrategie von Bund und Kantonen (siehe oben) erfährt dieser Bereich eine zusätzliche Unterstützung.

Ergänzend zu den Empfehlungen sind im Auftrag der EDK Beispiele Guter Praxis im Sprachenunterricht zusammengestellt und im Oktober 2017 publiziert worden. Sie richten sich an Lehrpersonen im Sprachenbereich sowie an die Ausbildnerinnen und Ausbilder von Lehrpersonen und sollen sie in ihrer Arbeit unterstützen.

Über weitere Beschlüsse der Jahresversammlung vom 26. und 27. Oktober 2017 wird im EDK-Newsletter éducation.ch informiert. Er erscheint Anfang November. Newsletter abonnieren

Herausgeber:
Pressedienst Generalsekretariat EDK
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