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Medienmitteilung 8.3.2015

Fremdspracheninitiative Kanton Nidwalden: EDK erfreut über Ablehnung

Bern, 8. März 2015. Der Vorstand der EDK zeigt sich erfreut über die Ablehnung der Fremdspracheninitiative im Kanton Nidwalden.
Wie angekündigt wird die EDK ihre Bilanz und ihre politische Beurteilung zur Harmonisierung der obligatorischen Schule im Sommer 2015 präsentieren. Dazu wird auch der Sprachenunterricht gehören.

Das Stimmvolk des Kantons Nidwalden hat am heutigen Abstimmungssonntag die kantonale Volksinitiative zur Teilrevision des kantonalen Volksschulgesetzes abgelehnt und hält damit am Unterricht von zwei Fremdsprachen ab Primarstufe fest. Der Kanton Nidwalden spricht sich damit für die weitere Umsetzung derjenigen Lösung beim Sprachenunterricht aus, auf die sich die Kantone vor 10 Jahren geeinigt haben und die heute in 23 Kantonen umgesetzt wird (siehe Hintergrund).

Die Eckwerte der EDK-Sprachenstrategie von 2004 bilden die Grundlage für eine im Sinne der Bundesverfassung (Art. 62, Abs. 4) harmonisierte Lösung für den Sprachenunterricht. In den letzten 10 Jahren waren diese Eckwerte wegleitend für die nationale Koordination des Sprachenunterrichts: Die Eckwerte der Strategie sind ins HarmoS-Konkordat eingeflossen. Die von der EDK 2011 verabschiedeten nationalen Bildungsziele, ebenso wie die sprachregionalen Lehrpläne, basieren ebenfalls auf dieser Strategie, gehen also vom Unterricht von zwei Fremdsprachen (einer zweiten Landessprache und Englisch) ab der Primarstufe aus. Die Plenarversammlung der EDK hat im Oktober 2014 ihr Sprachenkonzept bestätigt und die Kantone zur Unterstützung und weiteren Umsetzung eingeladen. 

Die Kantone sind gemäss Bundesverfassung (Art. 62, Abs. 4) zur Harmonisierung wichtiger Eckwerte der obligatorischen Schule verpflichtet. Es liegt entsprechend bei ihnen, den Stand dieser Harmonisierung zu bilanzieren und allfälligen Handlungsbedarf abzuleiten. Diese Bilanz wird die EDK wie angekündigt im Sommer 2015 präsentieren, ebenso wie ihre politische Beurteilung.

Hintergrund:
Die Eckwerte der Sprachenstrategie von 2004 sind aktuell* in 23 Kantonen (ohne AG, AI, UR) eingeführt, wobei 22 Kantone das Modell 3/5 (HarmoS 5/7) kennen, d.h. ab der Primarstufe werden eine zweite Landessprache und Englisch unterrichtet. Der Kanton Tessin kennt mit drei obligatorischen Fremdsprachen ein eigenes Modell. Mehr Informationen Faktenblatt Sprachenunterricht.

*Kanton Waadt ab Schuljahr 2015/2016 

Herausgeber:
Pressedienst Generalsekretariat EDK
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