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Medienmitteilung 31.10.2014

Bestätigung der EDK-Sprachenstrategie

Basel 31. Oktober 2014. Die EDK hat an ihrer Jahresversammlung in Basel unter Beteiligung von Bundesrat Alain Berset eine Aussprache zum Sprachenunterricht geführt. Das Modell 3/5 (HarmoS 5/7) mit einer zweiten Landessprache und Englisch auf der Primarschulstufe wird aktuell in 23 Kantonen umgesetzt und die EDK wird weiterhin auf eine Lösung in diesem Sinne zwischen den Kantonen hinwirken. Sie appelliert an die Kantonsregierungen und kantonalen Parlamente, zu einer koordinierten Lösung beim Sprachenunterricht beizutragen, so wie das die Bundesverfassung den Kantonen als Aufgabe übertragen hat. Dazu gehört auch, dass in unserem mehrsprachigen Land die Landessprachen nicht benachteiligt werden.

Angesichts von politischen Vorstössen in einzelnen Kantonen zum Fremdsprachenunterricht hat die EDK ihre Jahresversammlung zum Anlass genommen, die Sprachenstrategie der EDK von 2004 zu thematisieren. An einem Point de presse in Basel informierte der EDK-Präsident, Regierungsrat Christoph Eymann (BS), über die Aussprache; er wurde begleitet von Staatsrätin Anne-Catherine Lyon (VD), Präsidentin der Conférence intercantonale de l'instruction publique de la Suisse romande et du Tessin (CIIP), und Regierungsrat Stefan Kölliker (SG), Präsident der Ostschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK-Ost).

Die wichtigsten Punkte:

  • Die Eckwerte der von der EDK 2004 beschlossenen Sprachenstrategie mit zwei Fremdsprachen ab der Primarschulstufe werden aktuell in 23 Kantonen umgesetzt, wobei in den Kantonen der Passepartout-Region (BE, BL, BS, FR, SO, VS) und der Westschweiz die Vorverlegung des Englischen auf das 5. Schuljahr (HarmoS 7) erst vor kurzem erfolgt ist oder noch ansteht (Kanton Waadt 2015/2016). Auch wenn bereits die Mehrheit der Kantone nach dem Modell 3/5 (HarmoS 5/7) unterrichtet, ist die Umsetzung damit aber nicht abgeschlossen. Es braucht genügend Zeit, damit sich der – mit viel Aufwand und Investitionen – vorverlegte Sprachenunterricht in der Praxis bewähren kann, seine Wirkung evaluiert werden kann und falls nötig weitere Verbesserungen angebracht werden können. Es wäre falsch, jetzt Änderungen vorzunehmen.
  • Politische Vorstösse in einzelnen Kantonen, welche auf eine Veränderung des Modells 3/5 (HarmoS 5/7) abzielen, haben bislang zu keinen abschliessenden Entscheiden oder Veränderungen in der Praxis geführt.
  • Zur Unterstützung der Kantone bei der Umsetzung will die EDK in Zusammenarbeit mit dem Bund ein nationales Programm für den Austausch von Lehrpersonen lancieren. Lehrpersonen sollen die Gelegenheit erhalten, beispielsweise während einem Jahr an einer Schule in einer anderen Sprachregion zu arbeiten. Zudem will die EDK zusammen mit den Verbänden der Schulleiterinnen und Schulleiter und der Lehrkräfte Empfehlungen zur Umsetzung in der Praxis erarbeiten.
  • Die EDK wird 2015 die Harmonisierung der obligatorischen Schule insgesamt bilanzieren, das wird auch den Sprachenunterricht umfassen. Sollte dann festgestellt werden, dass die Kantone bei den Sprachen keine genügende Harmonisierung erreicht haben, wäre die weitere Koordination des Sprachenunterrichts mit den zuständigen Bundesorganen abzustimmen.

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