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Standardisiertes Abklärungsverfahren (SAV). Instrument des Sonderpädagogik-Konkordats als Entscheidungsgrundlage für die Anordnung verstärkter individueller Massnahmen. Handreichung

Die neue EDK-Publikation ist ein Handbuch zum Standardisierten Abklärungsverfahren für die Ermittlung des individuellen Bildungs- und Entwicklungsbedarfs von Kindern und Jugendlichen (SAV) im Bereich der Sonderpädagogik.

Das SAV findet dann Anwendung, wenn es um die Frage geht, ob ein Kind oder ein Jugendlicher verstärkte sonderpädagogische Massnahmen, wie zum Beispiel Schulung in integrativen Settings oder in Sonderschulen, Therapie, Unterstützung oder Beratung braucht. Anwender des SAV sind Schulpsychologische Dienste oder andere kantonale Abklärungsstellen.

Das Handbuch umfasst drei Teile:

  • die konzeptuellen Grundlagen (Teil 1)
  • die Elemente des Verfahrens mit den entsprechenden Formularen (Teil 2)
  • sowie die Definition zu den verwendeten ICF Items (internationalen Klassifikationen der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) mit Erläuterungen und Fallbeispielen (Teil 3)

Der zweite und dritte Teil stehen den Kantonen zusätzlich als elektronisches Instrument zur Verfügung.

Die Entwicklung des SAV erfolgte im Rahmen des Sonderpädagogik-Konkordats der EDK, das am 1. Januar 2011 in Kraft getreten ist. Die Verteilung der Ressourcen für sonderpädagogische Massnahmen soll in den Kantonen auf Basis eines gemeinsamen Verfahrens erfolgen. Für die Beitrittskantone des Sonderpädagogik-Konkordats ist die Verwendung des SAV obligatorisch.

Das Abklärungsverfahren wurde in mehrjähriger Entwicklungsarbeit von der Pädagogischen Hochschule Zürich, der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich und der Haute Ecole Pédagogique de Vaud, Lausanne, erarbeitet. Bei der Entwicklung wurde kontinuierlich mit Fachleuten aus den Kantonen sowie Berufs- und Fachverbänden zusammengearbeitet.

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