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Medienmitteilung vom 4.2.2010

Bildungsmonitoring Schweiz: Erster schweizerischer Bildungsbericht publiziert

EDK/EVD (BBT), 4. Februar 2010. Bund (EVD/EDI) und Kantone (EDK) haben sich auf die Durchführung eines langfristig angelegten Bildungsmonitorings verständigt. Als erstes Produkt resultiert aus diesem Prozess ein nationaler Bildungsbericht. Er wurde am 4. Februar 2010 an einer Medienkonferenz in Bern den Auftraggebern von Bund und Kantonen übergeben.

Die Bundesverfassung verpflichtet Bund und Kantone zur Zusammenarbeit im Bildungsbereich: Sie sorgen gemeinsam für eine hohe Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraumes Schweiz. Ein Instrument für die Erfüllung dieser Aufgabe ist das Bildungsmonitoring Schweiz. Es wird verantwortet vom Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement EVD, dem Eidgenössischen Departement des Innern EDI und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK.

Erstes Produkt ist ein schweizerischer Bildungsbericht. Die Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung SKBF, vertreten durch den Projektleiter Prof. Dr. Stefan C. Wolter, präsentierte den Bericht im Rahmen einer Medienkonferenz im Haus der Kantone in Bern und übergab ihn den Auftraggebern (Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT und EDK).

Der Bildungsbericht 2010 trägt auf über 300 Seiten das aktuelle Wissen über das Bildungssystem Schweiz zusammen. Er enthält Daten aus Forschung, Statistik und Verwaltung über das ganze Bildungssystem hinweg, von der Vorschule bis zur Weiterbildung. Sein Inhalt und seine evaluative Gesamtschau, die der Vielschichtigkeit des Bildungssystems umfassend Rechnung tragen, sind für weite Kreise von Interesse. Er stellt ein wichtiges Element des Bildungsmonitoringprozesses dar. Bei der Erstellung des ersten schweizerischen Bildungsberichts konnte von den Erfahrungen einer Pilotphase profitiert werden: 2006 war eine von Bund und Kantonen mandatierte Pilotfassung des Bildungsberichts erschienen.

An der Medienkonferenz verwiesen die Direktorin des BBT, Ursula Renold, und der Generalsekretär der EDK, Hans Ambühl, auf das Neue am Bildungsmonitoringprozess: Zum ersten Mal würden sich Bund und Kantone über eine Strategie zur Weiterentwicklung des Bildungsraumes Schweiz verständigen und diese in ihrem jeweiligen Rechtskreis umsetzen.

Der Bildungsbericht enthält Befunde, aber keine direkten Handlungsanweisungen an die Adresse der Bildungspolitik. An die Publikation schliesst eine Auswertung an, die von EVD/EDI und EDK geführt wird und in Zusammenarbeit mit weiteren Bildungskreisen erfolgt. Daraus resultieren:

1. Entscheide für die Weiterentwicklung des Bildungsraumes Schweiz. Der Bund integriert die Folgerungen in seine BFI-Botschaft (2013–2016), die Kantone in das Tätigkeitsprogramm der EDK, soweit Koordinationsgeschäfte zwischen den Kantonen betroffen sind. Auf kantonaler Ebene fliessen die Erkenntnisse des Bildungsmonitorings in kantonale Vorhaben ein.

2. Erkenntnisse für die Verbesserung der Datenlage: Bund und Kantone werden sich darauf verständigen, welche Wissenslücken über den Bildungsraum Schweiz in den kommenden Jahren prioritär geschlossen werden sollen. Umgesetzt wird dies im Rahmen von Forschungs- und Statistikvorhaben.

2014 wird ein neuer Bildungsbericht vorliegen. Er wird den Stand der Zielerreichung aufzeigen und einen neuen vierjährigen Auswertungszyklus lancieren.

Herausgeber:
Pressedienst Generalsekretariat EDK / Kommunikation BBT