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26. September: Europäischer Tag der Sprachen


26. September: Europäischer Tag der Sprachen - Entwicklung des Schweizer Sprachenportfolios abgeschlossen

Bern, 25. September 2008. Aus Anlass des Europäischen Sprachentages informiert die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) über den Abschluss der Entwicklungsarbeiten am Schweizer Sprachenportfolio, das auf Mandat der EDK erarbeitet worden ist. Aktuell lanciert wurde eine Sprachenportfolio-Ausgabe für Kinder. Sprachenportfolios begleiten das lebenslange Lernen von Sprachen und erlauben das Ausweisen von Sprachkenntnissen in einer europaweit vergleichbaren Form.


Am 26. September wird in ganz Europa zum achten Mal der Europäische Tag der Sprachen gefeiert. Lanciert wurde dieser Aktionstag im Jahr 2001 vom Europarat in Strassburg. Ziel ist es, die Bedeutung der sprachlichen Vielfalt hervorzuheben und das lebenslange Sprachenlernen zu fördern.

Die Sprachenportfolio-Reihe der EDK ist komplett
Das Schweizer Sprachenportfolio umfasst eine Ausgabe für Jugendliche und Erwachsene und eine Ausgabe für Jugendliche der Sekundarstufe I. Neu liegt nun auch eine Ausgabe für Kinder vor (7-11 Jährige, ergänzt mit einem Portfolino für 4-7-Jährige). Damit wird die Verwendung eines Sprachenportfolios über alle Schulstufen bis ins Erwachsenenalter möglich.

Am Europäischen Tag der Sprachen (26. September) öffnen Schweizer Lehrpersonen die Türen ihrer Schulzimmer und zeigen Medienschaffenden, wie sie und ihre Klasse mit dem Sprachenportfolio arbeiten.

Der Einsatz von Sprachenportfolios in der Volksschule ist in der EDK-Sprachenstrategie von 2004 enthalten. Auch das HarmoS-Konkordat sieht in Artikel 9 den Einsatz von individuellen Portfolios vor.

Wozu ein Sprachenportfolio?
Das Sprachenportfolio begleitet das Lernen von Fremdsprachen. Das kann bereits vor der obligatorischen Schule mit einer Sensibilisierung für Sprachen beginnen, dann kann das Portfolio dem Alter der Schülerinnen und Schüler entsprechend während der ganzen Schulzeit eingesetzt werden. Ab der Primarstufe lernen die Kinder, ihre Sprachkenntnisse selber einzuschätzen und mit konkreten Arbeitsproben zu zeigen, was sie in einer Fremdsprache bereits können. Das beschränkt sich nicht auf den schulischen Unterricht, auch fremde Herkunftssprachen können erfasst werden und erfahren damit eine Wertschätzung.

Da sich alle Portfolios auf eine Skala zur Beschreibung von Sprachkenntnissen beziehen, die europaweit Anwendung findet, können die Lernenden ihre Kenntnisse transparent und international vergleichbar dokumentieren. Zusammengefasst werden die Sprachkenntnisse in einem europäischen Sprachenpass.
Als Informationsinstrument erleichtert das Sprachenportfolio die Mobilität und kann in der Arbeitswelt, beispielsweise bei Stellenbewerbungen, eingesetzt werden. Das Sprachenportfolio regt eine individuelle Weiterführung des Sprachenlernens nach der Schulbildung an und fördert damit das lebenslange, autonome Lernen von Sprachen.

Das Sprachenportfolio im europäischen Kontext
Das Sprachenportfolio ist eine europäische Idee. Bereits werden in etwa 30 europäischen Ländern verschiedene Versionen des Sprachenportfolios eingesetzt. Kernpunkt ist der Bezug auf eine gemeinsame europäische Skala für die Einstufung von Sprachkompetenzen. Gefördert wird das Instrument vom Europarat in Strassburg. Vom Europarat validierte Sprachenportfolios müssen bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Alle Schweizer Versionen des Europäischen Sprachenportfolios haben das Validierungsverfahren beim Europarat erfolgreich bestanden.

Überblick: Das Schweizer Sprachenportfolio

Ein Instrument für alle Sprachen und alle Schulstufen – mit dem Alter angepassten Formularen