EDK CDIP CDPE CDEP
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Fremdsprachen: Portfolio

Betroffene Stufe(n): Primarstufe (Jahre 3-8)
Sekundarstufe I
Berufliche Grundbildung (schulischer Teil)
Fachmittelschulen
Gymnasiale Maturitätsschulen 
Nationaler Kontext
Das Europäische Sprachenportfolio (ESP) ist ein persönliches Dokument, welches aus drei Teilen besteht: aus einem Sprachenpass, in dem die gegenwärtigen sprachlichen Fähigkeiten, Abschlüsse und Diplome in allen Fremdsprachen dokumentiert sind, aus einer Sprachbiografie und aus einem Dossier mit Beispielen von eigenen fremdsprachlichen Arbeiten und Dokumenten. Das Sprachenportfolio ist in zahlreichen europäischen Ländern in Gebrauch und wurde unter dem Patronat des Europarates entwickelt. Allen über hundert bisher vom Europarat validierten Sprachenportfolios liegt eine – massgeblich in der Schweiz entwickelte – gemeinsame Skala zur Beschreibung von Sprachkenntnissen zu Grunde, die es ermöglicht, anschaulich, transparent und international vergleichbar über Sprachenkenntnisse zu informieren. Als Informationsinstrument erleichtert das ESP die Mobilität und kann in der Arbeitswelt, beispielsweise bei Stellenbewerbungen, eingesetzt werden. Als Lernbegleiter stärkt es die Fähigkeit, selbstständig die eigenen Sprachkenntnisse einschätzen zu können und fördert das lebenslange, autonome Sprachenlernen.

Das Europäische Sprachenportfolio liegt in drei Versionen vor:
ESP I: für Kinder von 7–11 Jahren, dazu gehört auch das Portfolino für Kinder von 4–7 Jahren
ESP II: für Jugendliche von 12–15 Jahren
ESP III: für Jugendliche und Erwachsene ab 15 Jahren

Verschiedene kantonale Lehrpläne für die Sekundarstufe I nehmen Bezug auf das Europäische Sprachenportfolio.

Gemäss der Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS-Konkordat) sorgen die Vereinbarungskantone dafür, dass Schülerinnen und Schüler ihr Wissen und ihre Kompetenzen mittels der von der EDK empfohlenen nationalen oder internationalen Portfolios dokumentieren können. Die EDK hat den Kantonen mit der Sprachenstrategie 2004 für die obligatorische Schule und mit der Sprachenstrategie 2013 für die Sekundarstufe II die Einführung des Europäischen Sprachenportfolios empfohlen. 

1. Hauptergebnisse

Sprachenportfolios werden am häufigsten in Berufsfachschulen und in Berufsmaturitätsschulen eingesetzt.

Obwohl Sprachenportfolios bereits in der Mehrheit der Kantone eingesetzt werden, ist die Verbreitung des Einsatzes (ausgedrückt im Anteil Schulen mit Sprachenportfolio gemessen an allen Schulen der betreffenden Stufe) auf allen Stufen noch relativ gering: Nur in einer Minderheit der Kantone werden Sprachenportfolios in mehr als 50% aller Schulen eingesetzt.

2. Ergebnisse im Detail

Frage(n)RohdatenVisualisierungen
Wird das Sprachenportfolio II / das Sprachenportfolio III eingesetzt?  Sprachenportfolio:
Primarstufe und Sekundarstufe I
Berufsfachschulen
Berufsmaturitätsschulen
Fachmittelschulen
Gymnasiale Maturitätsschulen 
Sprachenportfolio: Primarstufe bis Sekundarstufe II