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Medienmitteilung 27.01.2004


27. Januar: Holocaust-Gedenktag

Bern,  27.01.2004. Die europäischen Bildungsministerinnen und -minister haben sich dafür ausgesprochen, in den Schulen Europas künftig einen Holocaust-Gedenktag durchzuführen. In der Schweiz findet dieser Tag am 27. Januar statt. Als Beispiel für eine schulische Aktivität steht eine Unterrichtssequenz am Gymnasium Liestal (siehe Link zur Pressemitteilung BL unten).


Der 27. Januar steht für die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945. Der "Tag des Gedenkens an den Holocaust und der Verhütung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit" richtet sich in erster Linie an Schulen. Ziel ist das Erinnern an die Verbrechen des Holocaust, aber auch die Behandlung weiterer Genozide des 20. Jahrhunderts und der Ideologien, welche zu derartigen Verbrechen gegen die Menschlichkeit führen können.

Nicht nationale Manifestationen stehen im Mittelpunkt, sondern Unterrichtsaktivitäten an Schulen. Die Durchführung und Gestaltung der Aktivitäten liegen im Ermessen der Schulen. Zur Unterstützung der Schulen wurde auf dem Schweizerischen Bildungsserver bereits im Dezember ein Modul mit weiterführenden Informationen und Materialien aufgeschaltet.

Stellvertretend für andere Kantone, Schulen und Klassen in der Schweiz laden die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion Baselland und das Gymnasium Liestal an diesem Tag zum Unterrichtsbesuch ein, unter Teilnahme des Direktionsvorstehers Urs Wüthrich-Pelloli und einer Vertretung des Europarates (siehe Link zur Pressemitteilung BL unten).

Europäische Initiative

Die Einführung dieses Gedenktages geht zurück auf eine Initiative des Europarates und eine Resolution der europäischen Bildungsminister vom Oktober 2002. Als Mitgliedstaat des Europarates hat die Schweiz dieser Resolution zugestimmt. Die kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren haben beschlossen, dass dieser Tag in den Schulen der Schweiz künftig am 27. Januar stattfinden soll. Das gleiche Datum haben auch Deutschland, Frankreich, Schweden, die Tschechische Republik und weitere Länder gewählt; andere Länder haben sich für ein Datum entschieden, das in Bezug zur eigenen Geschichte steht.


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