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Medienmitteilung 02.06.2004


Mit Berufsmaturität an universitäre Hochschulen: EDK verabschiedet Passerellen-Reglement

Bern, 02.06.2004. Für Inhaberinnen und Inhaber eines Berufsmaturitätsausweises öffnet sich über eine Ergänzungsprüfung der Weg an eine universitäre Hochschule. Nachdem auch die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren das Passerellen-Reglement verabschiedet hat, werden erste Ergänzungsprüfungen im Frühling 2005 stattfinden können.


Mit der Einführung der neuen Passerelle "Berufsmaturität > universitäre Hochschule" wird die Durchlässigkeit im Bildungswesen Schweiz weiter erhöht. Inhaberinnen und Inhaber einer Berufsmaturität können mit der Ergänzungsprüfung das für ein Universitätsstudium notwendige Wissen in zentralen Fachbereichen nachweisen. Der Zugang "Gymnasiale Maturität > Fachhochschule" seinerseits ist bereits seit einiger Zeit gewährleistet: Inhaberinnen und Inhaber mit einer gymnasialen Maturität können durch Nachholen von berufspraktischer Erfahrung an einer Fachhochschule studieren.

Die ersten Ergänzungsprüfungen werden im Frühling 2005 stattfinden. Eine Arbeitsgruppe EDK-Bund legt momentan die konkreten Prüfungsinhalte und das Prüfungsverfahren fest. Die Ergänzungsprüfung wird folgende Fachbereiche umfassen: die lokale Landessprache, die zweite Landessprache oder Englisch, Mathematik, Naturwissenschaften sowie Geistes- und Sozialwissenschaften.

Gemeinsame Anerkennung durch Bund und Kantone

Kantone und Bund sind gemeinsam zuständig für die Anerkennung von Maturitätsausweisen. Die Passerelle "Berufsmaturität > universitäre Hochschule" regelt die EDK im "EDK-Reglement über die Anerkennung von Berufsmaturitätsausweisen für die Zulassung zu den universitären Hochschulen", der Bund in einer Verordnung des Bundesrates. Beide Texte stimmen im Wortlaut überein. Sie sind nachträglich auf den 1. April 2004 in Kraft getreten. Das In-Kraft-Treten setzte voraus, dass zwischen EDK und Bund die Frage der Prüfungsdurchführung geklärt werden konnte. In gemeinsamem Einverständnis gilt, dass die Ergänzungsprüfungen auch von denjenigen Maturitätsschulen durchgeführt werden können, welche Vorbereitungskurse auf das Passerellen-Ergänzungsexamen anbieten. Dabei sind die gesamtschweizerischen Vorgaben betreffend Prüfungsinhalte und -verfahren zu berücksichtigen.


Herausgeber:
Pressedienst Generalsekretariat EDK, Tel. 031 309 51 11