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Medienmitteilung 29.06.2004


Umsetzung neues Berufsbildungsgesetz: Vereinheitlichung der kantonalen Gesetze

Bern, 29.06.2004. Die Kantone wollen die kantonale Vollzugsgesetzgebung zur Berufsbildung in wichtigen Punkten harmonisieren. Ziele sind Ausdehnung der Ausbildungsmobilität im Berufsbildungsbereich, Anwendung gemeinsamer Qualitätskriterien und Optimierung der Angebote.


Am 1. Januar 2004 ist das neue Berufsbildungsgesetz (nBBG) des Bundes in Kraft getreten. Für Finanzierung und Vollzug der Berufsbildung sind weitgehend die Kantone zuständig. Auf Grundlage des nBBG werden die Kantone ihre kantonale Vollzugsgesetzgebung anpassen müssen. Bei dieser Überarbeitung sollen wichtige Punkte in der Gesetzgebung zwischen den Kantonen vereinheitlicht werden. Die 26 kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren haben an ihrer Plenarversammlung vom 17. Juni 2004 Grundsätze zur Vereinheitlichung der kantonalen Vollzugsgesetzgebung verabschiedet.

Verstärkung der interkantonalen Zusammenarbeit

Diese Grundsätze betreffen im Wesentlichen eine Verstärkung der Zusammenarbeit, unter den Kantonen ebenso wie zwischen Kantonen, Bund und Organisationen der Arbeitswelt. Die Kantone schaffen Rechtsgrundlagen, welche insbesondere Folgendes ermöglichen:

  • Beteiligung an Interkantonalen Abkommen zum Besuch von Ausbildungsangeboten ausserhalb des Kantons. Bereits heute bestehen im Bereich der Berufsbildung Finanzierungsvereinbarungen zwischen den Kantonen. Diese Vereinbarungen funktionieren jedoch nicht flächendeckend (Berufsschulvereinbarung) oder umfassen nur Teile der angebotenen Bildungsgänge (Fachschulvereinbarung). Der Geltungsbereich dieser Abkommen soll ausgedehnt werden. Dazu läuft momentan eine Vernehmlassung.
  • Abstimmung und Koordination bei den Angeboten im Bereich der höheren Berufsbildung: Dies betrifft insbesondere die Höheren Fachschulen, deren Zahl und Angebotspalette sich mit der Integration der Gesundheits-, Sozial- und Kunstberufe verdoppelt hat.
  • Beteiligung an interkantonalen Dienstleistungs- oder Kompetenzzentren: Konkretes Beispiel ist das geplante gesamtschweizerische Zentrum für Dienstleistungen im Bereich der Berufsbildung und Berufsberatung. Dieses Zentrum wird Dienstleistungen anbieten, die bisher von verschiedenen privaten und öffentlichen Institutionen erbracht worden sind. Es entsteht in Zusammenarbeit zwischen Kantonen, Bund und den Organisationen der Arbeitswelt.
  • Anwendung gemeinsamer Kriterien für die Qualitätsentwicklung und -sicherung: Ziel ist es, ein gesamtschweizerisch vergleichbares und anerkanntes Niveau bei den Berufsbildungsangeboten zu erreichen.
  • Zusammenarbeit der Kantone und der Organisationen der Arbeitswelt bei der Entwicklung und bei der Durchführung von Qualifikationsverfahren (Prüfungen).


Herausgeber:
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