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Medienmitteilung 29.10.2004


EDK fordert: Unterstützung für laufende Vorhaben

Bern, 29.10.2004. In einer Erklärung fordert die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) politische Unterstützung für konkret laufende Vorhaben der Kantone, insbesondere für Vorhaben zur Harmonisierung der obligatorischen Schule. Sie stimmt dem Start des Bildungsmonitorings Schweiz zu. Weiter spricht sich die EDK aus für eine rasche Umsetzung der Revision der Bildungsverfassung.


An ihrer Jahresversammlung vom 28. und 29. Oktober 2004 in Vaduz haben die kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren eine "Erklärung zu Stand und Perspektiven der schweizerischen Schulkoordination" verabschiedet. Aktueller Anlass bildeten der Abschluss der Vernehmlassung zur Revision der Bildungsverfassung und die Ankündigung neuer Bildungs-Initiativen. Der Präsident der EDK, Regierungsrat Hans Ulrich Stöckling (SG), nahm im Anschluss an die Versammlung im Rahmen eines Mediengesprächs eine kurze Information vor.

Verstärkte Koordination seit Beginn der 1990er-Jahre

Die Kantone harmonisieren heute wichtige Eckwerte schweizweit, wichtige Projekte zur verbindlichen Harmonisierung der obligatorischen Schule sind im Gange. Dazu gehören die Entwicklung und Festlegung national verbindlicher Bildungsstandards sowie die Schaffung einer konkordatären Grundlage für die Vorverlegung und Flexibilisierung des Schuleintrittsalters per 2007. Die wissenschaftlichen Projekte zur Entwicklung der Bildungsstandards starten im November 2004; der Vorstand der EDK hat zugestimmt, dass demnächst die Mandatvergabe an vier Forschungskonsortien (Erstsprache, Fremdsprache, Mathematik und Naturwissenschaften) stattfinden kann.

Revision der Bildungsverfassung ist sinnvoll und wichtig

Mitte Oktober ging die Vernehmlassung zur Revision der Bildungsverfassung zu Ende. Die EDK zeigt sich erfreut über die breite Unterstützung, welche der Reformvorschlag findet, und sie fordert das eidgenössische Parlament auf, diese Verfassungsrevision möglichst rasch Volk und Ständen zur Abstimmung vorzulegen. Dabei hält die EDK an der Subsidiarität des Bundeshandelns fest.

Die revidierte Bildungsverfassung würde auch die verfassungsrechtlichen Grundlagen für einen stärkeren Einbezug des Bundes in die Steuerung des Gesamtsystems schaffen. Mit dieser verstärkten Zusammenarbeit soll aber nicht zugewartet werden. Beispiel dafür ist das Bildungsmonitoring: Auf Initiative der EDK werden Bund und Kantone per 2006 erstmals einen Bildungsbericht Schweiz ausarbeiten lassen. Dieser stellt den ersten Schritt dar für ein kontinuierliches, wissenschaftlich gestütztes Monitoring über das Bildungssystem Schweiz. Die EDK hat an ihrer Jahresversammlung der Erstellung des Bildungsberichtes 2006 zugestimmt.

Kräfte auf laufende Vorhaben konzentrieren

Die EDK setzt sich ein für eine weitere Harmonisierung von Eckwerten und Zielen des Bildungssystems. Sie kann und will nicht zuwarten, bis allenfalls in rund zehn Jahren revidierte Bundesverfassung, Bundesgesetze und Bundesverordnungen Wirkung erzielen. Sie treibt ihre Vorhaben konsequent voran und erwartet dabei breite politische Unterstützung für diese anspruchsvollen Zielsetzungen. Nicht hilfreich sind in diesem Kontext Initiativen, welche nicht zur Kenntnis nehmen, was bereits erreicht oder aufgegleist ist.


Herausgeber:
Pressedienst Generalsekretariat EDK, Tel. 031 309 51 11