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Medienmitteilung 24.1.2006


Masterplan Fachhochschulen zeigt Wirkung: Verbesserung des Mitteleinsatzes gelungen

Bern, 24. Januar 2006. Die von Bund und Kantonen beschlossenen Massnahmen zur Optimierung des Mittelein-satzes bei den Fachhochschulen zeigen Wirkung. Bereits im Jahr 2004 konnten die Durchschnittskosten pro Studierende/pro Studierenden gesenkt werden.
Die Umsetzung des Masterplans ist Voraussetzung dafür, dass an den Fachhochschulen weiterhin eine hochstehende Ausbildung für immer mehr Studierende angeboten werden kann. Auch für die Planungsperiode 2008-2011 wird der Masterplan als Steuerungsinstrument beibehalten. Für die Pädagogischen Hochschulen ist ebenfalls ein Masterplan in Arbeit.


Der Schweizerische Fachhochschulrat der EDK ist an seiner letzten Sitzung über den Stand "Masterplan Fachhochschulen 2004-2007" informiert worden. Er zeigte sich erfreut darüber, dass die von Bund und Kantonen im April 2004 gemeinsam beschlossenen Massnahmen bereits im ersten Planungsjahr (2004) Wirkung zeigten:

  • Die Fachhochschulen konnten die Durchschnittskosten pro Studentin/pro Studenten bereits deutlich senken.
  • Die Mittel für die anwendungsorientierte Forschung konnten trotz knapper Finanzen gesteigert werden. Im Jahr 2004 sind sie im TWD-Bereich (Technik, Wirtschaft und Design) anteilmässig bereits auf die anvisierten 17% angestiegen, im GSK-Bereich (Gesundheit, soziale Arbeit und Kunst) auf rund 7%.
  • Die Subventionierung von Weiterbildungsangeboten und Dienstleistungen durch die öffentliche Hand wurde 2004 wie vorgesehen deutlich reduziert. Diese Angebote sollen in Zukunft weitgehend selbsttragend sein (Marktpreise).
  • An einigen Fachhochschulen wurden die Studiengebühren leicht erhöht und damit an die Gebühren der Universitäten angepasst.
  • Der Bund unterstützt die Fachhochschulen bei der Zusammenlegung von Angeboten und Umstrukturierungen mit besonderen Beiträgen. Alle Fachhochschulen haben Restrukturierungsprojekte eingereicht.

Hintergrund

Der Masterplan Fachhochschulen war auf Initiative der EDK im November 2002 von Bund und Kantonen an die Hand genommen worden. Er war notwendig geworden, um Ziele und finanzielle Mittel in Einklang zu bringen und - trotz deutlicher Mehraufwendungen von Bund und Kantonen (80 Millionen mehr pro Jahr) für die Periode 2004-2007 - einen drohenden Fehlbetrag von rund einer halben Millidarde zu vermeiden. Gründe für die Kostensteigerung: eine Zunahme der Studierendenzahlen (schätzungsweise +16% im Planungszeitraum) sowie Ausbaubedarf bei Forschung und Entwicklung, Grossprojekte im Infrastrukturbereich und die Umsetzung der Bologna-Erklärung.

Masterplan 2008-2011

Die durch den Masterplan ermöglichte Kostentransparenz ist eine wichtige Grundlage für Steuerungsentscheide. Ein neuer Masterplan wird zurzeit gemeinsam von der EDK und vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) erarbeitet und soll im März verabschiedet werden. Er wird im Hinblick auf die Kreditbotschaft des Bundes für die Jahre 2008-2011, die BFI-Botschaft (Botschaft des Bundesrates für Bildung, Forschung und Innovation), erstellt und bildet eine wesentliche Grundlage für die Ermittlung des Mittelbedarfs beim Bund.
Die Kantone erarbeiten in einem vergleichbaren Projekt einen Masterplan Pädagogische Hochschulen; die Pädagogischen Hochschulen werden ohne Bundessubventionen finanziert.


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Der Schweizerische Fachhochschulrat

Der Schweizerische Fachhochschulrat der EDK ist das Organ der Trägerkantone, in ihm sind alle sieben Fachhochschulregionen der Schweiz regierungsrätlich vertreten. Der Fachhochschulrat bearbeitet strategisch-politische Fragen im Fachhochschulbereich. Dabei arbeitet er zusammen mit dem Bund, der Schweizerischen Universitätskonferenz und weiteren Partnern.


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