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Medienmitteilung 26.1.2006


27. Januar: Holocaust-Gedenktag

Bern, 26. Januar 2006. Der 27. Januar ist "Tag des Gedenkens an den Holocaust und der Verhütung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit". An einer nationalen Tagung wurde der Umgang der Schule mit dem Thema Erinnern an den Holocaust diskutiert und mögliche Wege für die Umsetzung im Unterricht aufgezeigt.


In Anlehnung an eine Resolution der europäischen Bildungsminister haben sich die kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren vor zwei Jahren dafür ausgesprochen, dass künftig an den Schweizer Schulen ein "Tag des Gedenkens an den Holocaust und der Verhütung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit" stattfinden soll. Als Datum wurde der 27. Januar gewählt. Es steht für die Befreiung des Konzentrationslagers von Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945.

Im Mittelpunkt des Holocaust-Gedenktages stehen nicht nationale Manifestationen, sondern Unterrichtsaktivitäten an Schulen. Die Durchführung und Gestaltung der Aktivitäten liegt im Ermessen der Schulen.

Nationale Tagung: Das Erinnern lehren

Der Umgang mit dem Thema Holocaust und Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Völkermorde, Rassismus) im Unterricht ist sehr anspruchsvoll. Es kann für die Lehrpersonen eine grosse Unterstützung bedeuten, wenn sie auf erprobte Unterrichtsmaterialien und didaktische Überlegungen zurückgreifen können. Im Vorfeld des Holocaust-Gedenktages führte das Generalsekretariat der EDK im Dezember 2005 in Bern eine nationale Informations- und Weiterbildungsveranstaltung durch zum Thema Das Erinnern lehren - Enseigner la mémoire.

An der Tagung wurden Schulprojekte und erprobte Unterrichtsmaterialien zum Thema präsentiert, von verschiedenen Kantonen entwickelte pädagogische Konzepte diskutiert und Ausbildungsangebote privater Stiftungen vorgestellt. Die Ergebnisse der Tagung werden 2006 in der EDK-Reihe Studien + Berichte publiziert. Mehr als 100 Personen aus der ganzen Schweiz, in erster Linie Dozierende an Pädagogischen Hochschulen und Fachdidaktikerinnen und -didaktiker, nahmen teil.

Unter den Präsentationen:

  • Die "History Helpline" (http://hh.hpsabb.ch/) der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz hilft Lehrpersonen bei der Gestaltung des Geschichtsunterrichts, auch zum Thema Holocaust.
  • "Médias et TIC", eine Website der CIIP (Westschweizer Erziehungsdirektoren), stellt unter der Rubrik "27 janvier / Devoir de mémoire" verschiedene Unterrichtsmaterialien zur Verfügung (http://www.e-media.ch)
  • "I fascismi e la seconda guerra mondiale" (http://www.atistoria.ch/ARCHIVIO/O_Fascismi_2GM.html) ist ein Projekt der Tessiner Geschichtslehrerinnen und -lehrer.

Links auf diese und andere Projekte sowie auf Institutionen, die in diesem Bereich tätig sind, finden sich auf dem Schweizerischen Bildungsserver (vgl. Link 1)

Schweizer Beteiligung an Internationaler Task Force

Seit Dezember 2004 ist die Schweiz (Vertretung EDA und EDK sowie Expertinnen und Experten) Mitglied der Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance and Research (ITF). In dieser internationalen Arbeitsgruppe sind 24 Staaten vertreten. Es wird eine Zusammenarbeit in den Bereichen Holocaust in Erziehung und Forschung angestrebt. Die Arbeitsgruppe hat Leitlinien für den Umgang mit dem Thema Holocaust für Lehrpersonen verfasst (vgl. Link 2).


Herausgeber:
Pressedienst Generalsekretariat EDK, Tel. 031 309 51 11

 

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