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Medienmitteilung 26.2.2006


Das Ziel gestärkt: frühes Sprachenlernen in der mehrsprachigen Schweiz

Bern, 26. Februar 2006. Der Vorstand der EDK hat erfreut vom Ausgang der Volksabstimmung im Kanton Schaffhausen (Ablehnung der Volksinitiative "Nur eine Fremdsprache an der Primarschule") Kenntnis genommen. Dies entspricht der Zielsetzung der EDK: in der öffentlichen Volksschule unseres mehrsprachigen Landes sollen die Kinder möglichst früh Sprachen lernen dürfen.


Die Zielsetzung der EDK (gemäss Beschluss vom 25. März 2004) betrifft die verstärkte Förderung der lokalen Standardsprache (ab der Vorschule), eine erste Fremdsprache spätestens ab dem 3., eine zweite spätestens ab dem 5. Schuljahr. Eines davon ist eine zweite Landessprache.

  • Keine Überforderung: Wissenschaft und praktische Erfahrungen zeigen: durch das frühe Sprachenlernen sind Kinder nicht überfordert. Das Lernen mehrerer Sprachen fällt ihnen vielmehr im frühen Alter leichter. Sie schaffen sich damit günstige Voraussetzungen für das Erlernen weiterer Sprachen. Das sind Vorteile, die sich später nicht mehr in dieser Art ausbilden lassen. Wichtig sind ein veränderter Sprachenunterricht und die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen: Ausbildung der Lehrpersonen, didaktische Entwicklungsarbeit, Lehrpersonen arbeiten im Team (Fächerabtausch oder Fächergruppenlehrkräfte) (vgl. EDK-Beschluss). Verschiedene dieser Arbeiten laufen bereits, koordiniert über die EDK oder die EDK-Regionalkonferenzen.
  • Frühes Lernen: Die Wichtigkeit des frühen Lernens wird auch vom Dachverband der Lehrkräfte nicht bestritten, und zahlreiche Berufsverbände - darunter auch der schweizerische Stufenverband der Primarlehrerinnen und -lehrer - unterstützen das Konzept der EDK. Dieses entspricht im Übrigen auch der Zielsetzung in Ländern, die nicht mehrsprachige sind, so namentlich in der Europäischen Union. Die mehrsprachige Schweiz darf hier nicht den Anschluss verlieren.
  • Bezug zu HarmoS: Am 16. Februar 2006 hat die EDK den Entwurf für eine Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule in Vernehmlassung gegeben. Beim Vollzug dieses Konkordats ist vorgesehen, landesweit Bildungsstandards für zwei ab Primarschule unterrichtete Fremdsprachen (Standard per Ende 6. Schuljahr) festzulegen.


Herausgeber:
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