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Medienmitteilung 27.10.2006


Jahresversammlung der EDK in Brunnen: Umsetzung der Bildungsverfassung gut unterwegs

Brunnen, 27. Oktober 2006. Erfreulicher Stand bei der Umsetzung der neuen Bildungsverfassung, Teilnahme an PISA 2009 und Forderung nach Bundesunterstützung für "kulturelle Leuchttürme".


Am 26. und 27. Oktober fand die zweitägige Jahresversammlung der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) statt. Gastgeber war der Kanton Schwyz.

Umsetzung der Bildungsverfassung: gut unterwegs

Seitens der Kantone sind die Arbeiten, welche eine Umsetzung des neuen Verfassungsauftrages (gemäss Volksabstimmung vom 21. Mai 2006) erlauben werden, gut unterwegs. Die wichtigsten davon:

  • Harmonisierung der obligatorischen Schule: HarmoS läuft termingerecht. Das betrifft sowohl die Erarbeitung der rechtlichen Instrumente (HarmoS-Konkordat in Vernehmlassung bis Ende November 2006) als auch die Entwicklung der Bildungsstandards in wissenschaftlichen Projekten (Erprobung der Kompetenzmodelle ab April 2007 und politische Verabschiedung der ersten Bildungsstandards nach einer Vernehmlassung ab Oktober 2008).
  • Gemeinsame Steuerung aller Hochschultypen durch Bund und Kantone: Im Rahmen des Projekts Hochschullandschaft arbeiten die Kantone parallel zum neuen Hochschulgesetz des Bundes an einem neuen Konkordat über den Hochschulbereich.
  • Monitoring: Das Projekt "Bildungsmonitoring Schweiz" von Bund und Kantonen läuft bereits in einer Versuchsphase. Mitte Dezember 2006 wird ein Pilot-Bildungsbericht der Öffentlichkeit präsentiert.

Teilnahme an PISA 2009

Die kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren haben sich für eine Teilnahme an PISA 2009 ausgesprochen (Beschluss der Plenarversammlung vom 27. Oktober 2006). Sie erachten eine Beteiligung an PISA bis auf weiteres für die Positionierung der Schweiz im internationalen Vergleich als wichtig. Die nationale Stichprobe wird – wie bisher – die 15-Jährigen und die 9. Schulklassen umfassen. Es geht um ein Budget von 4 Mio. CHF, je hälftig getragen von Bund und Kantonen. Über die Teilnahme 2012 wird wieder gesondert entschieden werden.

"Leuchttürme" im Kulturförderungsgesetz

Gemäss Bundesverfassung sind die Kantone und ihre Gemeinden für die Kulturförderung zuständig. Der Bund wirkt subsidiär: er unterstützt gemäss Verfassung kulturelle Bestrebungen von gesamtschweizerischem Interesse. Für die EDK umfasst dies vor allem zwei Funktionen: die Bewahrung der kulturellen Vielfalt und die Unterstützung von so genannten "kulturellen Leuchttürmen" – also von kulturellen Bestrebungen mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. Die EDK erwartet, dass eine entsprechende Bestimmung in das vor der Verabschiedung durch den Bundesrat stehende Kulturförderungsgesetz aufgenommen wird.

Hintergrund

Die Plenarversammlung ist das oberste Entscheidorgan der EDK und umfasst alle 26 Mitglieder (kantonale Erziehungsdirektorinnen und -direktoren). Das Fürstentum Liechtenstein ist ständiger Gast mit beratender Stimme.

Als Plenarversammlung tagt die EDK drei Mal pro Jahr. Eine Sitzung davon ist eine zweitägige Jahresversammlung, welche im Turnus in einem der 26 Kantone durchgeführt wird. Gastgeber 2006 war der Kanton Schwyz. 


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Pressedienst Generalsekretariat EDK, Tel. 031 309 51 11

 

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