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Medienmitteilung 13.11.2006


Mehr Abschlüsse auf Sekundarstufe II

Bern, 13. November 2006. Die EDK will in Zusammenarbeit mit den Organisationen der Arbeitswelt und dem Bund mehr Jugendliche als heute (heute rund 90%) zu einem Abschluss auf Sekundarstufe II führen. Auch sollen die Jugendlichen weniger Zeit verlieren durch unnötige Wechsel oder Wartejahre. Problemgruppen sollen gezielt unterstützt werden.


Die kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren einigten sich am 27. Oktober 2006 mit den Spitzen der Organisationen der Arbeitswelt (Dachverbände von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite) und verschiedenen Bundesämtern auf Leitlinien zur Verbesserung des Übergangs "Schule > nachobligatorische Ausbildung", die so genannte Nahtstelle. Diese Commitment-Veranstaltung ist Teil des von der EDK lancierten Projekts "Nahtstelle".

Ziele des Nahtstellen-Projektes

Heute machen 89% der Jugendlichen in der Schweiz einen Abschluss auf Sekundarstufe II, die grosse Mehrheit davon einen Lehrabschluss. Diese Abschlussquote ist im internationalen Vergleich zwar hoch: der OECD-Durchschnitt beträgt 81%, der Durchschnitt der EU-19 83% (Zahlen 2004, in der Schweiz bezogen auf die 18- bis 20-Jährigen). Dennoch soll dieser Anteil in der Schweiz erhöht werden.

Das EDK-Projekt "Nahtstelle" hat folgende Ziele:

1. den Anteil der Abschlüsse auf Sekundarstufe II bis 2015 auf 95% erhöhen,
2. Zeitverluste durch Lehrstellenwechsel, Schulwechsel oder Wartejahre vermeiden,
3. Problemgruppen früh erfassen (obligatorische Schule) und gezielt unterstützen.

Konkretisierung der Leitlinien

Die Leitlinien vom 27. Oktober 2006 bilden die Basis für das Projekt "Nahstelle". In dieses EDK-Projekt sind auch die Organisationen der Arbeitswelt und verschiedene Bundesämter involviert.

Folgende Fragestellungen werden in eigenen Nahtstellen-Teilprojekten bearbeitet, die sich daraus ergebenden Massnahmen werden ab 2008 gemeinsam umzusetzen sein:

  • Die Anforderungen Sekundarstufe I - Sekundarstufe II werden besser abgestimmt. Die "Anforderungen der Sekundarstufe II" werden in einem Nahtstellen-Teilprojekt bearbeitet. Was hingegen die Kompetenzen am Ende der obligatorischen Schule betrifft, wird man von den laufenden Arbeiten zur Entwicklung von Bildungsstandards für die obligatorische Schule profitieren können (HarmoS-Standards). In die Vernehmlassung dieser Standards werden auch die Organisationen der Arbeitswelt impliziert.
  • Ein Projekt betrifft die Ausgestaltung von umfassenden Standortbestimmungen im Verlauf des 8. Schuljahres zur Verbesserung des Berufswahlprozesses.
  • Die Funktion und Rolle von Brückenangeboten wird geklärt (10. Schuljahr, weitere Brückenangebote der Bildungsbehörden, Motivationssemester der Arbeitsmarktbehörden).
  • Die besten Massnahmen für Problemgruppen werden eruiert. Stichworte dazu: Erfassung bereits in der obligatorischen Schule, individuelle Betreuung durch ein Case Management.

Das Projekt "Nahtstelle" wird auch den Informationsaustausch zwischen den Beteiligten verbessern. Bereits gestartet ist eine projekteigene Website (www.nahtstelle-transition.ch). Geplant sind nationale Veranstaltungen zur Verbreitung von "good practice", also bewährten Massnahmen z.B. im Bereich der Betreuung von Problemgruppen.


Herausgeber:
Pressedienst Generalsekretariat EDK, Tel. 031 309 51 11

 

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