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Medienmitteilung 26.2.2007


Vernehmlassung MAR-Teilrevision beendet: keine klaren Ergebnisse

Bern, 26. Februar 2007. Die Vernehmlassung zu einer Teilrevision des Maturitätsanerkennungsreglementes von Bund und Kantonen führt zu keinen eindeutigen Ergebnissen. Das Geschäft geht zurück an die vorbereitende Arbeitsgruppe.


Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) haben am 1. November 2006 Vorschläge für eine Teilrevision des Maturitätsanerkennungsreglementes (MAR) in Vernehmlassung gegeben. Der Vernehmlassungsentwurf basiert auf den Arbeiten einer von EDK und EDI eingesetzten Arbeitsgruppe.

Die Vernehmlassung dauerte bis am 31. Dezember 2006. Geantwortet haben alle Vernehmlassungs-adressaten: die 26 kantonalen Erziehungsdepartemente, Organisationen des gymnasialen und universitären Bereichs sowie die auf nationaler Ebene organisierte Lehrerschaft.

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Die vernehmlassten Kreise stimmen der Durchführung einer Teilrevision des Maturitätsanerkennungsreglementes zum jetzigen Zeitpunkt zwar mehrheitlich zu, die einzelnen Vorschläge werden aber sehr unterschiedlich beurteilt.
  • Mehrheitlich angenommen werden folgende Vorschläge: die Aufnahme von Informatik in den Katalog der Ergänzungsfächer, die Vorgabe eines Master-Abschlusses für gymnasiale Lehrkräfte und die Ausweitung der Bestimmungen betreffend Schulversuche (Art. 19).
  • Mehrheitlich abgelehnt wird der Vorschlag, bestimmte Noten für das Bestehen der Maturität doppelt zu gewichten (Erstsprache, Mathematik, Schwerpunktfach).
  • Alle anderen Vorschläge erfahren je unterschiedliche Beurteilungen und sind mehr oder weniger bestritten. So etwa die Vorschläge für eine Stärkung der naturwissenschaftlichen Fächer, die Berücksichtigung der Maturaarbeit für das Bestehen der Maturität oder die Aufnahme von Philosophie in den Katalog der Grundlagenfächer.

Zum weiteren Vorgehen

Vor diesem Hintergrund haben sich der Vorstand der EDK und der Vorsteher des EDI dafür ausgesprochen, das Geschäft an die vorbereitende Arbeitsgruppe EDI-EDK zurückzugeben. Diese soll die Ergebnisse der Vernehmlassung genauer analysieren und den Kantons- und Bundesbehörden Vorschläge für die weitere Behandlung des Geschäfts unterbreiten. EDI und EDK werden diese Vorschläge im Sommer 2007 beurteilen.

Herausgeber:
Pressedienst Generalsekretariat EDK, Tel. 031 309 51 11