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Medienmitteilung 27.8.2007


Neue Tarife für die berufliche Grundbildung


Bern, 27. August 2007. Auf das Schuljahr 2007/2008 tritt die neue Berufsfachschul- vereinbarung in Kraft. Die Tarife für den ausserkantonalen Besuch von Berufsfachschulen wurden erhöht und den tatsächlichen Ausbildungskosten angepasst.

In der Schweiz können etwa 300 Berufe erlernt werden, diese Breite kann von kaum einem Kanton angeboten werden. Entsprechend häufig ist der Besuch der Berufsfachschule ausserhalb des Wohnkantons: Rund ein Viertel der Lernenden in einer dualen Berufsbildung besuchen eine Berufsfachschule ausserhalb ihres Wohnkantons. Entsprechend wichtig ist ein gesamtschweizerisches Instrument, welches einen einheitlichen Lastenausgleich zwischen den Kantonen in diesem Bereich ermöglicht.

Eine neue Vereinbarung

Die "Interkantonale Vereinbarung über die Beiträge an die Ausbildungskosten in der beruflichen Grundausbildung vom 22. Juni 2006" (Berufsfachschulvereinbarung) regelt die Tarife, welche ein Kanton für Lernende zu entrichten hat, die in einem anderen Kanton die Berufsfachschule besuchen. 17 Kantone (AI, BE, BL, BS, FR, GE, GR, LU, NE, NW, OW, SZ, TG, TI, UR, VS, ZG) sind der Vereinbarung seit Juni 2006 beigetreten. Damit ist das notwendige Quorum (15 Kantone) erreicht, die neue Vereinbarung tritt auf das Schuljahr 2007/2008 in Kraft. Sie ersetzt eine entsprechende Vereinbarung von 2001.

Die wichtigsten Neuerungen

  • Die Abgeltungen werden besser den tatsächlich bei der Ausbildung entstehenden Kosten angepasst. Sie werden künftig etwa 90% der Ausbildungskosten abdecken. So hat ein Kanton für einen Lernenden in einer dualen Ausbildung (Lehre + 1 bis 2 Tage Berufsfachschule) statt wie bisher CHF 4000.-, neu CHF 6000.- pro Jahr zu bezahlen.
  • Der Geltungsbereich der Vereinbarung wurde erweitert. Sie umfasst neu auch die Bereiche Landwirtschaft, Gesundheit, Soziale Arbeit und Kunst sowie Brückenangebote gemäss Art. 12 Berufsbildungsgesetz des Bundes. Zudem bildet sie die Grundlage für finanzielle Abgeltungen für überbetriebliche Kurse, interkantonale Fachkurse, Qualifikationsverfahren sowie individuelle Begleitung und Nachholbildung.
  • Die Berufsfachschulvereinbarung wurde in verschiedenen Punkten anderen EDK-Finanzierungsvereinbarungen angepasst (Definition des Wohnsitzes, vereinfachte Prozedur für die Anpassung der Tarife, Einrichtung einer Konferenz der Vereinbarungskantone).


Herausgeber:
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