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Sprachenunterricht Sekundarstufe II

Koordination des Fremdsprachenunterrichts auf der Sekundarstufe II

Die Plenarversammlung der EDK hat am 24./25. Oktober 2013 eine Sprachenstrategie für die Sekundarstufe II verabschiedet. In diesem Strategiebeschluss legt die EDK im Sinne von Leitlinien fest, welche Arbeiten zur Koordination des Fremdsprachenunterrichts auf der Sekundarstufe II in den kommenden Jahren auf gesamtschweizerischer Ebene angegangen werden sollen.

In einigen Punkten ist die Sprachenstrategie Sekundarstufe II eine Weiterführung der Sprachenstrategie für die obligatorische Schule, welche die EDK 2004 verabschiedet hat und die Eingang in das HarmoS-Konkordat gefunden hat. In den kommenden Jahren werden immer mehr Schülerinnen und Schüler, welche in die Sekundarstufe II eintreten, den Fremdsprachenunterricht in der obligatorischen Schule gemäss den Eckwerten der EDK-Sprachenstrategie von 2004 bzw. gemäss dem HarmoS-Konkordat durchlaufen haben.

Wichtige Inhalte der Sprachenstrategie Sekundarstufe II:

  • Eine der Koordinationsaufgaben der nächsten Jahre wird darin bestehen, die Zielsetzungen des Fremdsprachenunterrichts in den bestehenden Rahmenlehrplänen für die Sekundarstufe II auf den Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) auszurichten. In Anlehnung an die im GER definierten Sprachniveaus soll auch festgelegt werden, welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler per Ende der Ausbildungsgänge auf der Sekundarstufe II in den Fremdsprachen erreichen sollen. Das soll für alle drei Maturitätstypen (gymnasiale Maturität, Fachmaturität und Berufsmaturität) gemacht werden. Als Hintergrund: Die Schülerinnen und Schüler in diesen Ausbildungsgängen lernen mindestens zwei Fremdsprachen.
    Bei der gymnasialen Maturität und der Fachmaturität liegt die Zuständigkeit für die Veränderung der Rahmenlehrpläne bei der EDK. Zuständig für die Reglementierung der Berufsmaturität ist der Bund.
  • Auch auf dieser Stufe soll sich die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen an Kompetenzorientierung und an einer Didaktik der Mehrsprachigkeit ausrichten sowie Aspekte einer Begegnungs- und Austauschpädagogik einbeziehen. Stufenspezifische Aspekte wie literarische und kulturelle Inhalte bleiben Bestandteil des Unterrichts.
  • Die Kantone und Schulen werden eingeladen, vermehrt von Sprachaustauschprogrammen oder Unterrichtsformen wie Fachunterricht in einer Fremdsprache zu profitieren und den Einsatz des Sprachenportfolios zu fördern.

Dokumentation

Anhörung: Der Entwurf für eine Sprachenstrategie Sekundarstufe II war 2008 in einer mehrmonatigen Anhörung. Das Generalsekretariat hat im Auftrag des EDK-Vorstandes den Entwurf auf Basis der Ergebnisse der Anhörung überarbeitet.

Kontakt

Dominique Chételat, Leiter Koordinationsbereich Obligatorische Schule
Kontakt-Mail EDK
+41 (0)31 309 51 11